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Sprachliches, Humanistisches Gymnasium München

 
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Ozeanische Kunst in Theorie & Praxis

Völkerkundemuseum

 

Bei einer Umfrage unter meinen Mitschülern musste ich feststellen, dass außer mir auch noch 82% keine Ahnung hatten wo Ozeanien liegt. Ich ging auf die Suche und fand es zwischen Australien und Mittelamerika mitten im Ozean - daher der Name.

 

Die Inselgruppe Ozeanien

Diese Inselgruppe wurde vor erst 100 Jahren von den Kulturmächten des Westens entdeckt. Bis dahin konnte sie aufgrund der abgeschiedenen Lage der doch relativ weit von einander entfernten Einzelinseln, die sich weder kulturell noch anthropologisch stark miteinander vermischte,ihre Besonderheiten bewahren. So unterscheidet sich der Körperbau der Ozeanier von dem der Europäer extrem. Die Ozeaner zeichnen sich durch einen eher kleinen Körperbau und im Verhältnis dazu große Hände und Füße sowie durch eine fliehende Stirn aus. Im Bereich der Kunst wurde einen ganz eigener Weg beschritten. Besonders hervorzuheben ist die Beschränkung auf die drei Farben Rot, Weiß und Blau. Im Gegensatz zu der starken Einschränkung, was die Farbauswahl betrifft, fällt die außergewöhnlich feinfühlige Durchgestaltung der Form auf, die auf eine besonders ausgebildete Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit der "Künstler" hinweist. Künstler der heutigen Zeit verwenden oftmals Elemente ozeanischer Kunst.

 

Fundgrube

Eine Fundgrube dazu bietet die neu eingerichtete Dauerausstellung "Ozeanien" im Völkerkundemuseum. Blickfang im ersten Raum ist ein Kanu, das sich auf einem weißen Sockel befindet. Besondere Lichteffekte lassen das Boot wie auf den Ozean schwimmend erscheinen. Neben der Eingangstür vermittelt die auf den ersten Blick nicht auffällige Landkarte einen guten Überblick über die geographische Lage der ozeanischen Inselgruppe. Wenig beeindruckt vom ersten Raum betrat ich den zweiten, der künstlerisch schon wesentlich mehr zu bieten hat. Er bietet einen umfassenden Einblick in das tägliche Leben der Ozeanier. Vom Kochgeschirr bis zu Fischernetzen spannt sich eine detailreiche Präsentation. Besonders gefallen haben mir die riesigen aus Holz geschnitzten Kochtöpfe.

 

Kultgegenstände

Am beeindruckendsten ist aber der nachfolgende Ahnenraum, der Kultgegenstände wie Masken, Totenbretter und Krokodilschädel zeigt. Er erlaubt einen Einblick in die religiöse Welt der unterschiedlichen Stämme wie der Maprik und der Sepik.

 

Schmuck

Auf dem Weg zum Ausgang bewunderte ich noch die Ausstellung zahlreicher Schmuckgegenstände wie Umhänge, Federn und vor allem den Kopfschmuck, in den ganze, reale Vögel eingearbeitet sind.

 

Rundum gelungen

Bei dem nachfolgenden Gespräch waren wir uns alle darüber einig, dass die Ausstellung rundherum gelungen ist und auch als Anregung für einen fächerübergreifenden Unterricht ab der 9. Klasse als geeignet angesehen werden könnte.

 

Carmen Rieder, Klasse 10a

 


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