Wittelsbacher Gymnasium München

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Sprachliches, Humanistisches Gymnasium München

 
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"Fantasy and Fiction"

Sammlerin Ingvild Goetz und Kunstlehrer Christoph Hessel

Besuch des Wahlkurses Museum in der Sammlung Goetz: "Fantasy and Fiction" aus der fünfteiligen Ausstellungsserie Imagination Becomes Reality. Mit eigener Führung. Das Gebäude von Herzog und de Meuron.

 

Eine Ansprache auch noch von Ingvild Goetz, der Sammlerin persönlich. Man ist überrascht. Aber es ist nicht alles Gold was glänzt. Zum Beispiel das Ausstellungskonzept. Natürlich kann man fast alles zu dem Thema Fantasy and Fiction zusammenhängen (und das wurde auch getan). In den angenehm überschaubaren Ausstellungsräumen sind verschiedenste Stücke aus Malerei, Graphik, Photographie, Videokunst, Installation und diversen Mischformen zusammen ausgestellt. Dies könnte man dadurch begründen, dass es anregt, über das ganze Wesen der zeitgenössischen Kunst und die derzeitige Veränderung, die sich in allen Richtungen vollzieht, nachzudenken. Aber dann noch zu sagen, die Objekte der einzelnen Künstler könnten unter den fünf verschiedenen Einzelausstellung des Zyklus Imagination Becomes Reality frei kombiniert werden, geht meiner Meinung dann doch etwas zu weit. Wäre es dann nicht doch etwas sinnvoller, die Künstler derselben Richtungen miteinander auszustellen, um sie so besser vergleichen zu können?

Die Kunstwerke...

von links: C.Hintschich (der Autor des Artikels), Mirja Banuls-Heller, Florence Baur (Mitarbeiterin der "Lesepunkte" LMU München und Universität Köln), StRin Hirsch (Gymansium Marktschwaben), StRef Schnackenburg

... selbst sind einerseits in allen Bereichen der Bildenden Kunst und andererseits auch in allen Qualitäten angesiedelt. Zilla Leutenegger überrascht durch ihre Münchner Wohnung, eine Kombination von Zeichnung, Installation, und Videoscript ( eine Art Trickfilm ), durch die man durchgehen kann, wo hingegen ihre kolorierten Zeichnungen schwer enttäuschen. Sehr gut haben mir die Photographien gefallen. Laurie Simmons zeigt bei ihrer Serie Walking Objects Gegenstände, die sie mit Puppenbeinen drapiert hat. Diese finden sich in dem Filmmusical The Music of Regent wieder, das auch in der Ausstellung gezeigt wird. James Casebere fertigt Modelle von Räumen an, die er teilweise unter Wasser setzt und dann photographiert. Wilhelm Sasnal verwendet teilweise auch Photos für seine Bilder. Beispielsweise malt er die Bilder des mexikanischen Dokumentarphotographen Enrique Metinides reduziert ab. Man muss aber sagen, dass die originalen Photos um ein Vielfaches besser sind als die Neuinterpretationen. Barnaby Hosking geht es weniger um die Kunstwerke selbst, er beschäftigt sich mehr mit der Entstehungsgeschichte. Er filmt zum Beispiel die Entstehung einer Skulptur: Beginnend mit Nehmen des Maßes, über das Formen des Rohkörpers bis hin zur Lackierung. Dieser Film wird dann interessanterweise neben der Skulptur auf eine schwarze Samtleinwand projektiert. Es gibt drei weitere Künstler, die in der Ausstellung vertreten sind und sich alle mit der Malerei befassen aber es ist angesichts der gezeigten Beispiele kaum nachzuvollziehen, dass die Käufer solchen Bilder hinterherlaufen: Dana Shutz, Matthias Weischer und Magnus Plessen.

Insgesamt ...

... eine mittelmäßige Ausstellung mit guten Photographien, sehr interessanten Installationen und enttäuschender Malerei. Also keine Ausstellung die man unbedingt sehen muss.

 

Constantin Hintschich, 10b


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